Man stelle sich vor…
… der Staat hätte keine Mittel, um 100 Euro für die Referenten-Honorare bei einer Lehrerfortbildung aufzubringen. Dafür kann man heute durchaus Verständnis aufbringen. Schließlich müssen wir alle sparen, damit es uns in Zukunft besser geht. Klar. Das macht Sinn (die Opportunitäts- und Realkosten der Referenten vergessen wir dabei einfach für einen kurzen Moment).
Jetzt könnten wir uns einfach jammernd zurücklehnen, wie das die Deutschen so gerne machen. Aber die Geschichte geht ja noch weiter:
Man stelle sich nun weiters vor, dass in einer benachbarten Schule zur gleichen Zeit ein Projekt angestoßen wird, in dem für knapp 10.000 Euro Infoscreens aufgestellt werden sollen. Einsatzzweck: Den jeweils aktuellen Vertretungsplan in der Aula (endlich auch ohne Turnschuh-Akrobatik für die Direktoratsmitarbeiter, die dort bislang Papierpläne aufhängen mussten) darzustellen.
Ich kann mir vorstellen, dass sich so mancher darüber wundern – vielleicht sogar (zu Recht) aufregen – würde. Mich wundert hingegen langsam gar nichts mehr. So sieht also die “Bildungsoffensive Deutschland” aus. Die Zukunft kann kommen!






