Uni Regensburg rüstet sich für Kampf gegen klagewütige Studenten
Eigentlich versuche ich es ja zu vermeiden, über meine Universität zu schreiben. Aber was mir da heute zu Ohren / Augen gekommen ist, ist schon ein starkes Stück.
Es geht wieder einmal um Studiengebühren, ein heißes Thema. Ich bin prinzipiell dafür, wenn sinnvoll mit meinem Geld umgegangen wird. Immerhin habe ich vor einigen Wochen 500 EUR an meine Universität bezahlt. Dann will ich doch hoffen, dass damit nicht die Benzinpreise gesenkt werden (gut, bei einer Senkung der Benzinpreise um 5% wären die 500 EUR wohl recht schnell wieder eingespielt).
Die Uni Regensburg erwartet laut einem Zeitungsartikel, der heute im Bayern-Teil des Münchner Merkur erschienen ist, bis zu 12 Millionen Euro Einnahmen aus Studiengebühren. Davon will die Universität 25% für eine Prozesskostenrücklage blockieren. Diese sei laut Verwaltung nötig, um sich gegen Klagen von Studenten abzusichern. Schließlich hafte man in solchen Fällen mit dem ganzen Budget und das sei ja weitaus mehr als die 3 Millionen, die jetzt für drohende Gerichtsverfahren zurückgehalten werden sollen.
3 Millionen Euro, die nicht für die Lehre zur Verfügung stehen – das käme einer Kürzung des Lehr-Etats um 3 Millionen Euro gleich. Die Verwaltung gelobt die Gelder freizugeben, wenn sich die Studenten nicht mehr gegen die Gebühren wehren würden.
Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
Überraschend daran ist, dass offenbar keine andere Universität eine Prozesskostenrücklage aufbauen will. Die Bayerische Staatsregierung wusste von diesem perfiden Plan offenbar noch gar nichts und hat nun angekündigt, einzuschreiten. So geht es ja auch wieder nicht. Wenn sich da nichts ändert, kann ich ja lockerleicht eine Klage anstreben – dann habe ich meinen 125 Euro Zuschuss zur Prozesskostenrücklage wenigstens würdig in Anspruch genommen.







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